NPD Bezirksverband Rhein-Main

16.11.2017

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84 Prozent der Stadtverordnetenversammlung Wetzlar stimmen für NPD-Antrag

Auf der Stadtverordnetenversammlung in Wetzlar wurde am 16.November erfreulicherweise von der weitaus überwiegenden Mehrheit der Stadtverordneten dem Antrag der NPD zugestimmt, zu prüfen, ob die Einführung eines stadtweiten Mehrwegbechersystems zur Müllvermeidung in Wetzlar sinnvoll und auch wirtschaftlich tragbar ist. Mit dem Abstimmungsergebnis von 46 Ja Stimmen, 7 Enthaltungen und 2 Gegenstimmen - das sind immerhin knapp 84% für den NPD-Antrag - wurde seitens der Stadtverordneten dem Antrag der NPD-Fraktion zugestimmt. Interessant ist hierbei, daß ein paar Melonengrüne - Außen grün, innen tiefrot - der Sache mit dem Mehrwegbechersystem so rein gar nichts abgewinnen konnten da dieser eben von den heimattreuen NPD-Abgegordneten und nicht von einer ideologisch festgefahrenen Versorgungs- und Postenjägerpartei kam.
Umweltschutz ist für uns Nationaldemokraten eben immer auch Heimatschutz. Ein guter Tag für Wetzlar.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der NPD-Wetzlar, Thassilo Hantusch stellte den NPD-Antrag und folgende Begründung in der Stadtverordnetenversammlung:

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher Volck,
sehr geehrte Damen und Herren,

die NPD-Fraktion bringt folgenden Antrag ein:

Der Magistrat wird aufgefordert:

1. zu ermitteln, wie viele Einwegbecher für Getränke zum Mitnehmen wie z. B. „Kaffee-to-go“ und Kaltgetränke in den Jahren 2014, 2015 und 2016 verbraucht wurden.

2. zu prüfen, ob die Einführung eines Systems zur Verwendung von Mehrwegbechern für Getränke zum Mitnehmen in Wetzlar möglich, sinnvoll und wirtschaftlich tragbar ist.

3. zu prüfen, ob die Unternehmen, die Einwegbecher für Getränke verwenden, bereit sind an der Einführung eines Systems von Mehrwegbechern für Getränke, z. B. einen rechtlich geschützten „Wetzlar-Becher“, mitzuwirken.

Frisch gebrühter Kaffee. Drücken, bisschen Zucker. Umrühren. Trinken. Danach landet der Pappbecher nach etwa 15 Minuten im Müll. Der "Coffee to go", zu deutsch „Kaffee zum Mitnehmen“ ist ein modernes Lebensstil-Produkt. Insgesamt 2,8 Milliarden Einwegbecher werden jedes Jahr in Deutschland verbraucht, die meisten von ihnen für den Kaffee auf die Hand. Das sind 320.000 pro Stunde. Für die Umwelt ist die Liebe zum schnellen Kaffee eine große Belastung. Laut der Deutschen Umwelthilfe werden allein für die Herstellung der Becher 1,5 Milliarden Liter Wasser verbraucht. 11.000 Tonnen Kunststoff fallen für die spezielle Beschichtung und die Plastikdeckel an. Für die schiere Masse an Bechern müssen jährlich 43.000 Bäume gefällt werden. Hier sind die Kaltgetränke noch garnicht eingerechnet.

Die Mehrzahl der Verbraucher wird mit den Einwegbechern getäuscht. Es wird der Eindruck erweckt es handele sich um Pappbecher, die im Altpapier landen und ohne Schwierigkeit wiederverwertet werden können. Tatsächlich sind die Becher innen mit Plastik beschichtet. Nach Auskunft der Berliner Stadtreinigung sind sie nicht wiederverwertbar. Diese Pseudopappbecher landen also in der Müllverbrennung.

Ein wiederverwertbarer Mehrwegbecher ist also im Vergleich zu einem Einwegbecher schon einmal grundsätzlich ökologisch sinnvoller. Die Stadtverordnetenversammlung kann sich entscheiden, daß Wetzlar als gutes Beispiel voran geht.

Müllvermeidung ist ein politisches Gebot, dem politische Entscheidungsgremien, große Aufmerksamkeit widmen sollten. Freiburg im Breisgau und die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover sind hier zwei gute Beispiele für eine sinnvolle ökologische Politik.

In Freiburg im Breisgau wurde ein Mehrwegbecher für Mitnahmegetränke, der sogenannte „FreiburgCup“ eingeführt. Grund war die jährlich anfallende Abfallmenge von angenommenen zwölf Millionen Einwegbechern aus beschichteter Pappe und Plastikdeckel.

In Hannover wird zurzeit an der Einführung eines Mehrwegbechersystems für Mitnahmegetränke, dem Hannoccino gearbeitet. Eine neu gegründete Berliner Firma, ein sogenanntes Startup, stellt aus wiederverwerteten Kunststoff den sogenannten recup her. Das Unternehmen hat in Berlin bereits über 50 Unternehmen überzeugt in das Mehrwegbechersystem einzusteigen. Auch in München und Oldenburg konnte die recup-Firma Unternehmer überzeugen.

Wetzlar als eines der 10 Oberzentren in Hessen sollte prüfen, ob ein Mehrwegbechersystem Vor- oder Nachteile bringen könnte und feststellen, ob die betreffenden Unternehmen bereit sind, sich an der Einführung eines Mehrwegbechersystems zu beteiligen.

Der Umwelt-, Verkehr- und Energieausschuss, sowie der Finanz- und Wirtschaftsausschuss haben den Prüfauftrag in den Punkten 2 und 3 zugestimmt. Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung auf, alle Teile unseres Prüfauftrages zu zustimmen. Denn erst die Feststellung wie viele Einwegbecher in Wetzlar jährlich verbraucht werden, kann logisch die Grundlage sein für die wirtschaftlich sinnvolle Einführung eines Mehrweggetränkebechersystems. Aus ökologischer Sicht dürfte es hierzu keine zwei Meinungen geben.

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