NPD Bezirksverband Rhein-Main

17.11.2017

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Ein weiteres Globalisierungsopfer? Solidarität mit den Mitarbeitern von Siemens!

Siemens hat erst kürzlich verkündet, im laufenden Geschäftsjahr die Gewinne deutlich gesteigert zu haben. Mit 6,2 Milliarden Euro hat der Konzern im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren. Dem Unternehmen geht es besser denn je, was sich nicht nur an den Unternehmenskennziffern ablesen lässt, sondern auch daran, dass Siemens-Chef Joe Kaeser immer höhere und kaum noch nachvollziehbare Gehälter einstreichen kann.

Dennoch hat der Konzern nun angekündigt, tausende Stellen – vor allem auch in Deutschland – streichen zu wollen. Konkret sollen die Turbinenwerke in Görlitz und Leipzig geschlossen werden, wodurch 920 Menschen auf der Straße stünden. Auch am Standort Mülheim an der Ruhr sollen 640 Stellen wegfallen. In Berlin wären weitere 870 Siemens-Mitarbeiter plötzlich ohne Arbeitsplatz. Auch das Werk in Erfurt soll verkauft werden, die Zukunft der Mitarbeiter wäre somit ungewiss.
Insgesamt arbeiten aktuell noch rund 16.000 Menschen in Deutschland in der Kraftwerksparte von Siemens. Ob der Kahlschlag in den kommenden Jahren weitergehen soll, kann bislang niemand mit Gewissheit sagen.

Unwahrscheinlich ist das nicht, da die sogenannte Energiewende der Bundesregierung es mit sich bringt, dass immer mehr Unternehmen keine Planungssicherheit haben. Nicht nur große Konzerne wie Siemens sind betroffen, auch mittelständische Zulieferer und kommunale Stadtwerke haben berechtigte Existenzängste. Die Energiewende ist nicht nur energiepolitisch in weiten Teilen nicht zu Ende gedacht und für viele Verbraucher ein teures Ärgernis, sie gefährdet auch hunderttausende Arbeitsplätze, ohne einen nachhaltigen Plan für Ersatz bereitzustellen. Unzählige Arbeitnehmer mit ihren Familien werden somit zu Opfern eines politisch verordneten Strukturwandels, der mehr oder weniger aus einer politischen Laune heraus entstanden ist.

Doch nicht nur die Energiewende bringt unzählige Arbeitsplätze und damit auch die Familien der Mitarbeiter in Gefahr, sondern auch die Globalisierung und der mit ihr einhergehende Rationalisierungs- und Wettbewerbsdruck gefährden ganze Wirtschaftszweige in Deutschland. Die herrschende Politik hat es in den letzten Jahren versäumt, die Exportabhängigkeit der deutschen Wirtschaft schrittweise und behutsam auf ein angemessenes Maß zurückzuschrauben. Kaum eine hochentwickelte Volkswirtschaft ist so auf Gedeih und Verderb von externen Entwicklungen abhängig wie die Deutschlands.

Die NPD solidarisiert sich mit den Siemens-Mitarbeitern und fordert die Konzernspitze auf, ihre verantwortungslosen Pläne zu überdenken. Ein Umdenken ist aber auch in der Politik vonnöten. Wenn man den hiesigen Unternehmen einen Strukturwandel zumutet, muss sichergestellt werden, dass nicht die Verbraucher die Zeche zahlen und es muss verhindert werden, dass dadurch unzählige Existenzen zerstört werden.

Ronny Zasowk

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